Johannes 
Herbrik

  • Jurist 
  • Jahrgang 1988
  • Aufgewachsen in Lichtenwald
  • Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Augsburg
  • Berufliche Stationen: 
    Rechtsanwaltskanzlei, Staatsanwaltschaft, 
    Verwaltungsgericht, Deutsches Generalkonsulat 
    New York City, Wissenschaftlicher Mitarbeiter 
    und Lehrbeauftragter an der Universität Bochum
  • aktuell Büroleiter bei einem Landtagsabgeordneten mit Schwerpunkt Petitionsrecht
  • Mitglied im Schützenverein Horlachen
  • Mitglied in der Jägervereinigung Schwäbisch-Hall
    und im Landesjagdverband BW

Meine Vorstellungsrede vor der Gemeinde

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger hier und im digitalen Raum
 

zunächst Danke für Ihr Kommen. 

Wie schon bei BKZ-Wahlpodium sind viele Menschen gekommen, um sich über die möglichen zukünftigen Bürgermeister Ihrer Gemeinde zu informieren.

Das ist großartig!

Dieses große Interesse zeugt von einer Gemeinde, die so viel mehr ist, als nur die Summe ihrer Bürger und Bürgerinnen. 

Man muss nur am Bahnhof aussteigen und merkt das sofort:

Schon allein, dass der Beton von einem namhaften Künstler gestaltet wurde.

Direkt daneben das alte Bahnhofsgebäude. Ein Baudenkmal, das noch immer mit Leben gefüllt und gut gepflegt ist und mit der Bücherei gleich einen öffentlichen Raum bietet, der zeigt:

In Oppenweiler kann man zusammenkommen und sich weiterentwickeln, ohne gleich Geld ausgeben zu müssen.

Ein Blick in das die Brücke - s Blättle hier bestätigt das. Überall kann auf verschiedenste Arten und Weisen die eigene Freizeit gestaltet werden.

Die Möglichkeiten zur öffentlichen Teilhabe hier in Oppenweiler sind riesig.

Ich bin mir sicher, wenn Oppenweiler eine richtige Ortsmitte hätte, etwa einen echten Marktplatz, würde er in nur kürzester Zeit nur so strotzen von Leben und guten Ideen!

Sicherlich ein wichtiges Betätigungsfeld für den kommenden Bürgermeister.

 

Nun kurz zu meiner Person.

Aufgewachsen bin ich in Lichtenwald, ein Dorf von etwas über 2000 Einwohner. Natürlich hat Sport eine wichtige Rolle: Ich bin seit dem 12. Lebensjahr und immer noch Sportschütze, aber ich habe auch meine Kindheit und Jugend lang Aquarell gemalt. Die Bilder waren zuletzt so gut, dass sie im Rathaus aufgehangen worden sind. 

Mittlerweile hängen dort Bilder von anderen jugendlichen Künstlern. 

Was mir aber bis heute bleibt, ist der Stolz und das Bewusstsein, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Etwas, was unbedingt gefördert werden muss.

Und siehe da. Es gibt den Kulturverein. Die Oppenart im Zehender Haus, die tollen Installationen im Schlossgarten und diese Woche die Künstlerausstellung im Rathaus, auf die ich mich sehr freue, sind tolle Beispiele, wie wir Menschen jeden Alters und aus jeder Lebenslage für Kunst und Kultur begeistern können und sie geben JEDEM die Chance, wie bei mir mit den Bildern, etwas Schönes zum Ort beizutragen.

 

Nach dem Abi kam das Studium der Rechtswissenschaften. So hart es auch manchmal war, hat es mir viel Spaß gemacht, gerade weil man so ziemlich alle Bereiche des täglichen Lebens nochmals kennenlernt. 

Die Regeln, die unsere Gesellschaft zusammenhalten, zu verstehen und anwenden zu können, ist sicherlich ein großer Vorteil, wenn man das Amt als Bürgermeister anstrebt.

Das war auch nach dem Studium nicht anders. Meine Arbeit als Mitarbeiter an verschieden Lehrstühlen für öffentliches Recht (also Verwaltungsrecht) hat sich dadurch ausgezeichnet, komplexe Probleme zu analysieren, zusammenzufassen und einer Lösung zuzuführen. 

Das ist das Kerngeschäft eines Bürgermeisters!

Gerade wenn es um neue Herausforderungen und Probleme geht, dann gilt es, sich da so richtig reinzufuchsen. Man schaut nach Beispielen, spricht mit Experten und entwickelt dann gemeinsam die bestmögliche Lösung.

Ein weiterer großer Aspekt war die Lehre:

Über viele Jahre habe ich Staatsorganisationsrecht und Europarecht gelehrt; was mir große Freude bereitet hat, jungen Menschen beizubringen, wie unser Staat so arbeitet.  Und vor allem wie unsere freiheitlich demokratische Grundordnung funktioniert, hat mich extrem erfüllt. 

Und das ist meiner Meinung nach eben auch eine ganz wichtige Aufgabe, die ein Bürgermeister unbedingt wahrnehmen muss! Vielleicht sogar die wichtigste.

Familiäre Gründe haben mich zurück in die Heimat gebracht. Nachdem ich meiner Familie Hilfestellung beim Bau des neuen Familienhauses gegeben habe, wollte ich meine Fähigkeiten auch beruflich nutzen. Da kam mir die Landtagswahl 2021 gerade recht.

Seitdem war ich für mehrere Landtagsabgeordnete tätig, zuletzt als Büroleiter und Referent für Petitionen.

Was bedeutet das?

Artikel 17 GG

Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.

Der Landtag bekommt also über die Legislaturperiode über 5000 Petitionen, die eine Vielzahl an unterschiedlichsten Problemen und Forderungen enthalten.

Die Themen sind so vielfältig wie das Leben.

Von dem verärgerten Anwohner, der sich über Hundekot im Vorgarten beschwert, bis hin zu Gruppierungen, die sich gegen milliardenschwere Baumaßnahmen wenden, ist alles dabei.

Es gilt also, das Problem zu verstehen, die rechtlichen Möglichkeiten einzuschätzen und dann zusammen mit allen Beteiligten eine tragbare Lösung zu finden. 

Genau das, was auch die Gemeinde von Ihrem Bürgermeister und Gemeinderat erwarten kann! 

Auch erste Leitungserfahrung konnte ich sammeln.

Einem Rathaus vorzustehen ist aber natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer. 

Aber eins weiß ich ganz bestimmt:

Alle Beschäftigten hier in der Gemeinde, die ohne Unterlass jeden Tag dafür Sorge tragen, dass der Laden läuft, haben unsere gesamte Wertschätzung und Unterstützung verdient!

Weiter ist die Arbeit im Wahlkreis unglaublich wichtig. Mein Chef hat mich als erfahrener Kommunalo in dieser Hinsicht sehr geprägt.

Jedes Rathaus ist in der Kurzwahl. Es gilt, die Gemeinden zu fördern, wo wir nur können. Das heißt, neue Infos so schnell wie möglich den Gemeinden zu Verfügung zu stellen. Vom kleinen Kunstpreis für Schulen bis hin zu großen Förderungen ist da alles dabei.

Das ist meiner Ansicht nach eine weitere wichtige Aufgabe als Bürgermeister: Zu wissen, welche Töpfe es gibt, wo sie liegen und wie man rankommt.

Meine Alte Chefin an der Uni hat immer gesagt: „Anträge schreiben ist die größte Kunst“

Und dann muss man das eben auch bei den Abgeordneten im Kreis- Landes- Bundes- oder auf EU-Ebene für die Gemeinde einfordern!

 

 

In meiner Freizeit bin ich unglaublich gern mit meinem Hund, dem „Paul“, in der Natur unterwegs. 

Außerdem bin ich auch Jäger, der weiß, wie es um unsere Kulturlandschaft bestellt ist und wie schützenswert sie ist. Natur, gute Luft und gutes Essen, das brauchen alle, um glücklich und gesund zu sein. 

Mit meinen mittlerweile 37 Jahren habe ich also schon einige Erfahrungen gemacht und Fähigkeiten gesammelt. Auf der anderen Seite ist mir aber bewusst, dass man immer weiterwachsen muss. Gerade in einem Wahlamt ist Stillstand das schlimmste, was passieren kann. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und verspreche Ihnen, sollten Sie mich wählen, unermüdlich besser zu werden, für Oppenweiler!

 

Lassen Sie mich noch ein paar Worte zur Zukunft dieser Gemeinde verlieren.

Im September 2025 hat der uns allen wohlbekannte Steffen Jäger in seiner Funktion als Gemeindetagspräsident einen Brief an alle Bürger und Bürgerinnen geschrieben, der mir direkt aus der Seele spricht.

Herr Jäger hat haarscharf die Probleme unserer Städte und Gemeinden benannt, auf die ich hier jetzt gerne ein wenig eingehen möchte.

Wer den Brief noch nicht gelesen hat, unbedingt nachholen!

Auf drei Punkte möchte ich besonders eingehen.

 

1.

Zum einen müssen wir gerade eine starke Spaltung in unserer Gesellschaft beobachten, die mir große Sorgen bereitet. Während sich Europa im Krieg befindet, werden Stimmen von Hass und Hetze immer lauter, extremistische Parteien und postfaktische Rhetorik werden immer größer. Einfache Lösungen für komplexe Probleme sind im Trend. 

Das dürfen wir nicht zulassen. Es geht nur gemeinsam! Diesen Problemen werden wir nur durch Dialog und demokratische Teilhabe wirksam begegnen können. 

Das bedeutet auch:

Jeder Mensch, der hier ist, muss gefördert und gefordert werden. 

Lebenswerte Umgebung und Wachstumsperspektiven sowie Sicherheit für alle.

Jeder Mensch muss aber auch etwas dazu beitragen. Harte Arbeit, der unbedingte Wille, sich in eine Gesellschaft einzubringen und zu integrieren. Alle müssen Verantwortung für ein lebenswertes Miteinander übernehmen.

Gottseidank ist das in Oppenweiler der Fall! 

Aber auch hier gilt, das ist eine Daueraufgabe, an der wir unermüdlich und gerade der Bürgermeister arbeiten müssen. So dass wir diese Werte auch für unsere Kinder erhalten.

 

2.

Wir befinden uns in Zeiten des wirtschaftlichen Umbruchs, fast überall ist die Haushaltslage dramatisch. Massenhafte Kündigungen und das Abwandern der Firmen bedrohen unseren Wohlstand. Das gilt für die kleinsten Betriebe bis hin zu den großen Konzernen und dementsprechend auch für die Gemeinden.

Auch hier steht Oppenweiler im Vergleich noch ganz gut da. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen! Wir müssen alles dafür tun, dass die Privatwirtschaft weiter erfolgreich ist. Es gilt, gemeinsam mit allen ortsansässigen Arbeitgebern zu überlegen, wie dieser Wohlstand zu erhalten ist. Das ist ganz klar eine „eine Hand wäscht die andere Situation!“ Und zwar als Partner auf Augenhöhe!

3.

Zuletzt wächst der Sanierungsstau. Auch hier stehen in den kommenden Jahren einige Großprojekte auf der einen Seite, aber auch viele kleine, aber wichtige Ausbesserungen unserer Infrastruktur an. 

 

Es gibt noch weitere Dinge, wie den Erhalt unserer Natur, eine teilweise veraltete Bürokratie und ein unaufhaltsamer demographischer Wandel.

Hier müssen wir uns zusammen mutig den Herausforderungen stellen und ohne Angst oder Scham Missstände ansprechen und dann die beste Lösung finden.

Das geht nur, wenn wir ohne Unterlass im Tagesgeschäft wie auch bei den zukunftsträchtigen Entscheidungen unser Bestes geben.

Das hängt alles aber nicht im luftleeren Raum. 

Ich weiß natürlich „ned gschumpfe is lob gnug“

Aber Herr Bühler und der Gemeinderat haben ohne Zweifel Großartiges geleistet und für die Zukunft wichtige Dinge auf die Schiene gesetzt.

Gerne würde ich mit Ihnen allen zusammen die Herausforderungen annehmen und den Weg weiter beschreiten. 

Ich bitte Sie also, mir am 30.11 Ihr Vertrauen zu schenken, damit wir alle zusammen weiter anpacken können und gemeinsam Oppenweiler in die Zukunft führen können.

Zögern Sie nicht, auf mich zuzukommen, über die digitalen Kanäle oder eben auch vor Ort. Bis zur Wahl ist es nicht mehr weit, jedoch werden Sie mich noch an vielen Orten hier antreffen entweder bei Vereinen oder auch auf der Straße. Darüber werde ich auf der Homepage und Social Media informieren. Jederzeit stehe ich Ihnen Rede und Antwort.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

© Johannes Herbrik / Alle Rechte vorbehalten.

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